Unser Atem

“Der Atem ist die Brücke zwischen Leben und Bewusstsein und er vereinigt Körper und Gedanken.”

Thich Nhat Hanh

Unser Atem, er haucht uns das Leben, die Lebendigkeit ein.  Er ist es auch, der all das menschlich lebendige wieder vergehen lässt. Wir alle haben unseren ganz eigenen, individuellen Atemrhythmus, welcher uns durch das Leben begleitet und trägt. Durch ein Leben mit all den Erfahrungen, Emotionen und Eindrücken.

Freudig atmen … erschreckt atmen … aus der Puste sein … aufgeregt atmen … schluchzend … orgastisch atmen … sanft und ruhig atmen. So einfach und so selbstverständlich ist unser Atem.

Ich möchte ihm und MIR meine gesamte Aufmerksamkeit geben, denn, was liegt alles zwischen diesem ersten und dem letzten Atemzug? Und was bewegt sich auch in einem Atemzug? Zwischen Ein- und dem Ausatmen?

Ich atme. Es atmet mich. Bewusst und unbewusst. Ich habe stets die Wahl.

Beobachte ich mich, dann stelle ich oft fest, dass dieser – mein Atem – oft nur ganz flach, ganz oberflächlich geschieht. Setze ich dann meinen Fokus auf Lebendigkeit in mir, kann ich mich ihm gänzlich hingeben, ihn steuern.

Tief einatmen, tief ausatmen – lange einatmen – anhalten – lange ausatmen, den Bauch, den Brustkorb, die Schultern mit meinem Atem füllen, ihn ausweiten lassen – jede Zelle meines Körpers mit dieser Lebendigkeit bereichern. Mich – umfassend fühlen. Ganz bewusst die Energie des Lebens durch mich fließen lassen – ganz bewusst, mein inneres Feuer, meine Lebendigkeit, mich prickelnd fühlen. Atme ich ganz bewusst, bin ich ganz BEI MIR. Alle Gedanken und Emotionen vergehen, denn in Momenten des bewussten Atmens gibt es nur noch Mich: den Atem, das Leben und – MICH – . So lasse ich mich hineinfallen in meinen Atem, in mein Leben – Hingabe, bewusstes SEIN und LIEBE für mich, für mein Leben, für mein Feuer, für meine Lebendigkeit.

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